Soziales

Diakonie Düsseldorf

Gemeinsamt gegen Einsamkeit und Isolation

© Diakonie Düsseldorf
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Füreinander da sein - trotz häuslicher Isolation


Der Anteil der Hochbetagten, also der über 80-Jährigen, in Düsseldorf steigt kontinuierlich. Zugleich leben vor allem hochaltrige Menschen  häufig alleine. Aktuell kommt mit der Corona-Pandemie eine besondere Situation hinzu: Viele ältere Menschen ziehen sich in die Selbstisolation zurück, um sich vor einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus zu schützen. Zum Wohle ihrer körperlichen Gesundheit vermeiden sie aktiv soziale Kontakte. Dies hat bedeutende Auswirkungen auf die Lebensqualität – die seelische Gesundheit und nicht zuletzt auch auf das körperliche Wohlbefinden.

Um diese Menschen besser zu erreichen und ihnen weiterhin Formen von sozialen Kontakten und Teilhabe zu ermöglichen, hat die Diakonie Düsseldorf das Projekt "Gemeinsam gegen Einsamkeit und Isolation" ins Leben gerufen, das im April 2021 startet.

Ziel ist es zum einen, dass ältere Menschen in ihrer Häuslichkeit telefonisch kontaktiert werden und unter Einhaltung besonderer hygienischer Maßnahmen eventuell sogar besucht werden. Auch die Stärkung digitaler Kompetenzen ist ein Weg, auf dem SeniorInnen neue Kommunikationsmöglichkeiten für sich entdecken können. Zum zweiten werden Formate des „Streetwork für SeniorInnen“ entwickelt. Mitarbeitende der Diakonie besuchen Orte, die auch jetzt noch von potentiell einsamen älteren Menschen besucht werden (z.B. Supermärkte, Apotheken). So soll ein Zugang zu den hochaltrigen Menschen in der Häuslichkeit gefunden werden, die von zugehenden Hilfen besonders profitieren könnten. Neben der sozialen Ansprache könnten sonstige Unterstützungsbedarfe frühzeitig erkannt und gegebenenfalls ins professionelle Hilfesystem übergeleitet werden.