Stiftung Kunst Kultur und Soziales der Sparda-Bank West

  • Ursula Wißborn (Vorstand Sparda-Stiftung) überreicht Spende an Irmgard Stinzendörfer (Projektkoordinatorin "...weil WIR es können!") | Foto: Maurice Kaufmann, kaufmannfotografie.de

  • Infostand zu "...weil WIR es können!" bei der Sparda-Musiknacht in Wuppertal | Foto: Maurice Kaufmann, kaufmannfotografie.de

Kinder- und Jugendschutz der Stadt Wuppertal

Spendenempfänger der Sparda-Musiknacht Wuppertal vom 3. November 2018

»…, weil WIR es können!«
Ein Präventionskonzept zur Persönlichkeitsstärkung und für Zivilcourage

»…, weil WIR es können!« erhält Spende aus der Sparda-Musiknacht Wuppertal

Das Syndrom der ›Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit‹ umfasst Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Islamophobie, Antisemitismus, Homophobie, Sexismus, Etabliertenvorrechte und die Abwertung von Asylbewerbern, Sinti und Roma, Behinderten, Obdachlosen und Langzeitarbeitslosen. Um dessen Ausbreitung entgegen zu wirken, hat sich der erzieherische Kinder- und Jugendschutz im Ressort Kinder, Jugend und Familie der Stadt Wuppertal in Kooperation mit dem Regionalbüro Arbeit und Leben DGB/VHS Berg-Mark schon vor sieben Jahren für ein Konzept zur Stärkung der Persönlichkeit und zur Förderung von zivilcouragiertem Handeln/Sozialem Mut entschlossen. Frühzeitige präventive Arbeit ist notwendiger denn je, um die Gefährdung der Heranwachsenden für diskriminierende Gedanken und Handlungen zu minimieren. Soziale Werte zu erkennen und zivilcouragiert für diese einzustehen, setzt eine starke Persönlichkeit voraus.

Das Präventionsprojekt »..., weil wir es können!« richtet sich an Schüler_innen der Jahrgangsstufen 4 und 7 und vermittelt folgende Inhalte:

❙ Persönlichkeitsstärkung, Wertschätzung von Individualität und sozialer Vielfalt
❙ Stärkung des demokratischen Denkens und Handelns
❙ Gewaltprävention
❙ Auseinandersetzung mit Vorurteilen und Diskriminierung
❙ Zivilcouragiertes Handeln lernen

In sechs Einheiten à zwei Schulstunden beschäftigen sich die Schüler_innen mit ihrer eigenen Identität und der anderer über Herkunft, Familie und Kultur. Sie setzen sich mit unterschiedlichen Gruppen und ihren Eigenschaften auseinander, untersuchen Zugehörigkeiten, Fremdgruppen und Aufnahmerituale.

Verstehen und Bewusstwerdung von Vorurteilen und Diskriminierung bilden einen weiteren Baustein und nicht zuletzt der große Bereich der Zivilcourage/des Sozialen Mutes unter dem Fokus, »wie kann ich helfen, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen?« Die Vermittlung der Inhalte erfolgt schwerpunktmäßig interaktiv, erfahrungs- und handlungsorientiert. Gerade vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher und politischer Entwicklungen sind das Interesse an dem Konzept und die Nachfrage von Seiten der Schulen nochmal gestiegen, insbesondere in der Auseinandersetzung mit Alltagsrassismus, Vorurteilen und Diskriminierung wird bei den Schüler_innen großer Gesprächsbedarf deutlich. Seit Februar 2012 konnten 200 Schulklassen mit annähernd 6.000 Schüler_innen erreicht werden.

Das Präventionsprojekt vom Kinder- und Jugendschutz der Stadt Wuppertal erhielt bei der Sparda-Musiknacht in Wuppertal vom 3. November 2018 eine Spende in Höhe von 9.000 Euro.