Stiftung Kunst Kultur und Soziales der Sparda-Bank West

  • The Planned Landing, 2006 | Frieze Art Fair, London, performance | photo: Monika Chojnicka | courtesy the artist and Foksal Gallery Foundation Warsaw

  • Trash Selection, 2007, performance | photo: Monika Chojnicka | courtesy the artist and Foksal Gallery Foundation Warsaw

  • Luna, 2005, performance/video | photo: Monika Chojnicka | courtesy the artist and Foksal Gallery Foundation Warsaw

  • © Museum Abteiberg – Foto: Uwe Riedel

  • © Museum Abteiberg – Foto: Uwe Riedel

Museum Abteiberg, Mönchengladbach

CEZARY BODZIANOWSKI
This place is called the Hole

2. Dezember 2012 – 3. März 2013

 

Stiftung kooperiert zum zweiten Mal mit Museum Abteiberg

"This place is called the Hole" ist der Titel einer Ausstellung, die eine der wohl eigenwilligsten Positionen in der aktuellen Kunstszene erstmalig in musealer Retrospektive zeigt: Cezary Bodzianowski. Seit Mitte der 1990er Jahre ist er bekannt, als ein Autor von kleinen, oft fast unsichtbaren Interventionen, die in alltägliche Situationen eingreifen und Momente einer absurden, anarchistischen Poesie entstehen lassen.

Cezary Bodzianowski hat inzwischen mehr als 1.000 solcher Interventionen unternommen und darin deutet sich an, dass es sich hier nicht so sehr um eine Produktion von “Kunstprojekten”, sondern um ein Projekt für das Leben geht. Bodzianowskis Interventionen bzw. “Ereignisse”, wie er selbst sie lieber nennt, finden fast immer in öffentlichen Räumen statt, nur manche an Kunstorten (Galerien, Museen), die meisten außerhalb. Viele geschehen auch in privaten Räumen, das Publikum erfährt von ihnen lediglich in den Foto- oder Videodokumentation seiner Frau Monika Chojnicka.

Bodzianowski produziert außerdem Skulpturen / Objekte, deren ironische Hintergründigkeit in der Tradition von Marcel Duchamps dadaistische Ready-Mades und den Sprachspielen von René Magritte oder Marcel Broodthaers steht: Es sind zumeist alltägliche Objekte, von Bodzianowski leicht „modifiziert“ oder nur ein bisschen hervorgehoben, mit dem Ergebnis von unerwarteten Bedeutungen und absurder Schönheit. 

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Das Muzeum Sztuki in Lodz und das Museum Abteiberg unternehmen den Versuch, das Werk Bodzianowskis erstmalig zu rekapitulieren, hierbei geht es jedoch weniger um vollständiges Katalogisieren, sondern vielmehr eine Darstellung der verschiedenen Strategien, mittels derer Bodzianowski sein Spiel mit der Realität betreibt. Es geht um den Status der Realität in seiner Kunst und gleichermaßen um den Status seines künstlerischen „Selbst“, die Beziehungen dieses künstlerischen Egos, das er vorführt, zur Realität der Welt.

Die Ausstellung zeigt Bodzianowskis künstlerische Arbeit als ein aktuelles Unternehmen zur Überwindung der Dichotomie von Kunst und Leben, eine Alternative zur avantgardistischen Utopie der künstlerischen Lebensentwürfe, und ebenso zur Neo-Avantgarde, die die Kunst nivellierte und sie als eine beliebige, (institutionalisierte und) isolierte Disziplin des menschlichen Lebens betrachtete.

Die Ausstellung wurde kuratiert von Jaroslaw Suchan, Direktor des Muzeum Sztuki in Łódź, und begleitet von einem Katalog, der die erste Monografie des Künstlers darstellt, mit einer umfangreichen Bilddokumentation seines Werks sowie Texten von Catherine Wood, Adam Szymczyk, Jaroslaw Suchan und Susanne Titz.

 

Weitere Informationen rund um die Ausstellung erhalten Sie auf der Homepage vom Museum Abteiberg.