Stiftung Kunst Kultur und Soziales der Sparda-Bank West

  • Sparda-Tag im Museum Morsborich | Foto: Museum Morsbroich

  • Sparda-Tag im Museum Morsborich | Foto: Museum Morsbroich

  • Sparda-Tag im Museum Morsborich | Foto: Museum Morsbroich

  • Kinderworkshop beim Sparda-Tag im Museum Morsborich | Foto: Museum Morsbroich

  • Kinderworkshop beim Sparda-Tag im Museum Morsborich | Foto: Museum Morsbroich

  • Kinderworkshop beim Sparda-Tag im Museum Morsborich | Foto: Museum Morsbroich

  • Thomas Schütte | Paare, 1977 – 80 | verschiedenen Materialien, verschiedenen Dimensionen | Im Besitz des Künstlers | Foto: Leon Chew | © VG Bild-Kunst, Bonn 2015

  • Sigmar Polke | Carl Andre in Delft, 1968 | Acryl und Dispersion auf bedrucktem Stoff, 80 x 75 cm | Sammlung Speck, Köln | © VG Bild-Kunst, Bonn 2015

  • C.O. Paeffgen | Nacht, 1974 | Holz, Acryl | 150 x 231 x 23 cm | Galerie Hans Mayer, Düsseldorf | © VG Bild-Kunst, Bonn 2015

  • Ludger Gerdes | NIE – Neonstück, 1991 | Neonlicht N: 200 x 152 x 15 cm, I: 200 x 28 x 15 cm, E 200 x 130 x 25 cm | Stiftung Kunstfonds | Foto: Stiftung Kunstfonds | © VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Museum Morsbroich, Leverkusen

Ruhe vor dem Sturm
Postminimalistische Kunst
aus dem Rheinland

13. September 2015 -
10. Januar 2016

 

Erneute Zusammenarbeit mit dem Museum Morbroich

Die Ausstellung "Ruhe vor dem Sturm" gibt den ersten großen Überblick über eine der prägendsten Entwicklungen der modernen Kunst im Rheinland: Seit dem Ende der 1960er- Jahre bis in die jüngste Gegenwart hinein bildet die amerikanische Minimal Art einen Bezugspunkt, mit dem sich Künstlerinnen und Künstler des Rheinlands auf besondere Weise auseinandersetzen. Sie analysieren die Konzeptualität und Strenge ihrer amerikanischen Kollegen und überführen sie mit Humor, Wärme, intellektueller Souveränität und einem spezifischen Sinn für die Eigenschaften des Materials in eine neue Sphäre.

Die Kunstakademie in Düsseldorf, an der viele der ausgestellten Künstlerinnen und Künstler studiert beziehungsweise gelehrt haben, stellte einen wichtigen Kristallisationspunkt dar. Joseph Beuys repräsentierte dort in den späten 1960er-Jahren gemeinsam mit seinen Schülerinnen und Schülern (Knoebel, Giese, Palermo, Ruthenbeck) die ganze Vielfalt von Ansätzen der undogmatischen Beschäftigung mit minimalistischen Tendenzen. Ab Mitte der 1970er-Jahre behandelte auch Benjamin Buchloh in seinen Vorlesungen die aktuellen Strömungen – insbesondere die Minimal Art – und sorgte damit für das theoretische Rüstzeug, das eine jüngere Generation begierig aufgriff. Diese zweite Generation von Künstlerinnen und Künstlern (Schütte, Trockel u.a.) ist es dann auch, die Ende der 1970er-Jahre u.a. auf dem Fundament der Minimal Art den fulminanten Start in die Postmoderne anführt.

Das minimalistische Kunstschaffen besaß in vielerlei Hinsicht einen großen Einfluss auf die Kunstszene im Rheinland. Auf formaler Ebene zeigt sich das zum Beispiel in der Verwendung industriell vorgefertigter Materialien sowie anonymer, mechanisierter Produktionsweisen. Inhaltlich wurde die Orientierung bildhauerischer Werke am Maß des menschlichen Körpers bedeutsam. Auch das Prinzip der Reihung beziehungsweise der Serialität, das anstelle einer Kompositionsidee tritt, wurde für viele Künstlerinnen und Künstler wegweisend. Indem sie bestimmte Merkmale der Minimal Art in ihre Arbeitsweise integrierten, wurde ihre Auseinandersetzung mit dem amerikanischen Vorbild deutlich. Zugleich aber luden sie die entstehenden Formen und die verwendeten Materialien wieder mit inhaltlicher Tiefe und einer Vielzahl von Bedeutungen auf, die weit von den Vorstellungen der Minimal Art entfernt waren.

Sparda-Tag am 20. September 2015

PROGRAMM*:

Freier Eintritt
11.00 - 18.00 Uhr

Offenes Angebot
11.30 - 17.30 Uhr
Kinder- aber auch Familen-tauglich

Schnitzeljagd
ab 13.00 Uhr
für Kinder und Erwachsene

Führung
13.00 Uhr

Kuratorenführung
15.00 Uhr
Dr. Markus Heinzelmann / Dr. Stefanie Kreuzer

Führung
17.00 Uhr

*Änderungen vorbehalten