Stiftung Kunst Kultur und Soziales der Sparda-Bank West

  • © Birgitta Thaysen . urban nature

  • Installationsansicht | © Bernd Borchardt

  • Installationsansicht | © Bernd Borchardt

  • Installationsansicht | © Bernd Borchardt

  • Sparda-Tag auf Motiv von Christian Awe (Ausschnitt / Ohne Titel, 2015, Acryl Sprühlack auf Leinwand)

  • Christian Awe | Ohne Titel | 2015 Acryl, Sprühlack auf Leinwand 50 x 40 cm

  • Christian Awe | Ohne Titel | 2015 Acryl, Sprühlack auf Leinwand 50 x 40 cm

  • Christian Awe | Ohne Titel | 2015 Acryl, Sprühlack auf Leinwand 50 x 40 cm

  • Kunstverein Duisburg | Foto: © Bernd Borchardt

  • Kunstverein Duisburg, Foto: Jochen Balke

Kunstverein Duisburg

Birgitta Thaysen . urban nature
5. Juni – 3. Juli 2016



 

Stiftung fördert erstmalig den Kunstverein Duisburg

Zeitgenössische Kunst zu zeigen, zu fördern und zu vermitteln ist das Anliegen des Kunstvereins Duisburg. Ziel ist ein Programm, das Verständnis für zeitgenössische kulturelle Themen entfaltet und sich an zeitbezogenen Fragestellungen orientiert sowie den Dialog zwischen einzelnen künstlerischen Positionen, Medien und einer kunstintessierten Öffentlichkeit öffnet.

In Einzel- und Gruppenausstellungen entwickeln die Kuratoren und KünstlerInnen ihre Ausstellungsprojekt, bezogen auf die Örtlichkeiten des Kunstvereins. In thematischen Zusammenhängen und monografischen Gegenüberstellungen werden Positionen vorgestellt, die Teil eines aktuellen Diskurses sind. Das Ausstellungsprogramm betrifft die bildenden Künste. Weitere Äußerungs- und Darstellungsformen wie Sprache, Musik und Tanz sind ebenfalls Teil des Spektrums.

Stehen in den Ausstellungslinien künstlerische Entwicklungen, die über die Region hinaus reichen im Mittelpunkt der Vereinsaktivität, bleibt das Programm der GalerieGanzOben Mitgliedern und Gästen des Kunstvereins und ihren künstlerischen Positionen vorbehalten.

Im Jahr 2016 ist die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West Jahrespartner des Kunstvereins Duisburg.

Aktuell im Kunstverein Duisburg:

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Frauke Dannert . Weltenbau
7. - 30. Oktober 2016

„Die Collage ist sowohl eine Technik der Bildenden Kunst als auch ein in dieser Technik geschaffenes Kunstwerk. Mit ihr wird ein neues Ganzes geschaffen, indem Elemente auf eine Unterlage aufgebracht werden. Frauke Dannert zeigt Schwarz-Weiss-Kopien aus Büchern und Zeitschriften, die sie in kleinteilige, sich oft seriell wiederholende Ausschnitte zu neuen Formen zusammenfügt. Diese Formationen wirkten wie schwerelos schwebende Skulpturen. Damit beschäftigt sie sich mit Fragen der Wahrnehmung, mit Orientierung und Erinnerung.

 Zum anderen übertrug Frauke Dannert ähnliche Motive in einer Installation in die tatsächliche Architektur. Damit beabsichtigte sie, auf die besonderen Gegebenheiten des Ausstellungsraumes einzugehen.“

Hartmut Hauschildt, Kurator

Florian Fausch, Ted Green . Viscous
19. August - 11. September 2016

In ihren Arbeiten führen die Düsseldorfer Maler Ted Green und Florian Fausch den Betrachter durch einen wahres Labyrinth an Farben und Formen. Durch Übereinanderlagerung verschiedener Schichten dünner, lasierender, speckiger oder gesprayter Flächen erschaffen sie eine höchst komplexe und vitale Malerei, die großen Appetit auf mehr macht.

Ted Green begreift seine Malerei als Überlagerung flacher Ebenen, die wie Vorhänge verschiedener Realitäten arbeiten. Den einzigen Verweis auf eine konkrete Wirklichkeit liefert das symmetrische Prinzip, welches sich wie ein Leitmotiv durch all seine Arbeiten zieht. In Betrachtung der zwei- und dreidimensionalen Gebilde fühlt man sich in ein digital-tropisches Labor versetzt, in dem Insekten oder Pflanzen wachsen und erblühen.

Florian Fauschs Prinzip der Collage hat ihren Ursprung in der urbanen Architektur. In den letzten Jahren verschwimmt der konkrete Bezug zum Außen zugunsten einer Abstraktion und malerischen Belebung der Fläche. Eine Besonderheit seiner Arbeiten liegt in der Verwendung von Schellack,einem Material, das früher für die Politur von Möbeln und der Herstellung von Schallplatten verwendet wurde. Durch den Zusatz dieses Lackes erschafft Fausch vielschichtige, malerische Ebenen, die zwischen Realität und Fiktion changieren.

Erstmalig und eigens für die Schau in Duisburg entwickeln die beiden Künstler eine Gemeinschaftsarbeit, die spannungsvoll Eigen- und Besonderheiten der Düsseldorfer zusammenbringen und herausstellen wird.

Birgitta Thaysen . urban nature
5. Juni – 3. Juli 2016

Birgitta Thaysen zeigt Schwarz-Weiss-Fotografien zu den Themenfeldern Landschaft und urbane Architektur. Ein Teil ihrer Arbeiten, die in Duisburg entstanden sind, werden mit Aufnahmen anderer Orte verbunden, um auf diese Weise Zusammenhänge zwischen belebter und unbelebter Umwelt zu untersuchen.

Für den Betrachter scheinen die Fotografien einen Augenblick der Zeitlosigkeit gleich bestehende Perspektiven zu verrücken, damit Strukturen und Formen von Landschaft sichtbar zu machen und den dargestellten Raum aufzublättern.

Christian Awe  fluid
8. April – 3. Mai 2016

Die Bilder des 1978 in Berlin geborenen Künstlers Christian Awe sind geprägt von eindringlicher Dynamik und Strahlkraft. Im Mittelpunkt seiner farbintensiven und komplexen Werke steht die Auseinandersetzung mit den Grundlagen der Malerei wie Farbe, Kontrast und Komposition. Awes Werke bestechen durch ihre gestische und organische Formensprache, die sich aus einem spannungsreichen Dialog zwischen Spontanität, Experiment und künstlerischem Kalkül ergibt.

Aus diesem Prozess geht auch die neue Serie der Wasserbilder hervor, die im Kunstverein Duisburg zum ersten Mal ausführlich in einer Institution gezeigt wird. Die dreidimensional plastisch anmutenden Farblandschaften wirken fast fotografisch oder wie gedruckt. Der Blick wechselt zwischen Mikro- und Makroperspektive, verweilt auf einem Wassertropfen oder schweift über eine weite Meeresoberfläche. Awes Malerei und alchemistischer Forscherdrang erweitern die Realität und Sehgewohnheiten des Betrachters.

Nach seinem Studium an der Universität der Künste in Berlin bei Georg Baselitz und als Meisterschüler bei Daniel Richter wurde der Künstler mit zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland bekannt. Neben künstlerischen Aktivitäten und Ausstellungen u. a. in London, Miami, Istanbul, Wien und New York ging er bereits universitären Lehrtätigkeiten in Berlin, Frankfurt/Oder, Gießen, Princeton und Yale nach. Bemerkenswert sind besonders die großformatigen Wandmalereien im Rahmen seiner Kunst am Bau-Projekte. So realisierte er in Berlin das Werk „Lichtenberg“, das mit einer Fläche von 500 Quadratmetern eines der größten Fassadenbilder Deutschlands ist.

Inspiriert durch seine Reisen durch Afrika entstand 2015 in Berlin-Schöneberg das 162 qm große Wandbild „Adanzé“, was in mehreren westafrikanischen Sprachen so viel wie: „Ein herzliches Willkommen“ bedeutet. In Zeiten religiöser und politischer Spannungen in der Welt  setzt der Künstler ein farbintensives Zeichen für ein tolerantes und weltoffenes Berlin, wo er auch lebt und arbeitet.

Sparda-Tag am 17. April 2016

Freier Eintritt
11.00 - 17.00 Uhr

Erleben Sie einen unkonventionellen Besuch im Kunstverein Duisburg. Das Angebot an dem Tag ist bewusst offen gestaltet und bietet Raum für Inspiration und Kommunikation.

Genießen Sie bei kostenlosem Eintritt die Ausstellung von Christian Awe im Obergeschoss und lassen Sie sich auch von den anderen Ausstellungsräumen und offenen Ateliers begeistern. Christian Awe und weitere Künstler des Kunstvereins sind anwesend und freuen sich auf Ihren Besuch und auf anregende Gespräche.

Das gastronomische Angebot des Cafe Himmelreich im Hof des Kunstvereins rundet den Tag mit Kaffee und Kuchen ab.