Stiftung Kunst Kultur und Soziales der Sparda-Bank West

  • Martin Schwenk | Foto: Achim Kukulies

  • Ohne Titel, 2011, Acrylglas, Kunststoff, Metall, 250 x 230 x 190 cm, © M. Schwenk, Courtesy Martin Schwenk | Foto: Achim Kukulies

  • Ohne Titel, 2011, PU-Schaum, Acrylfarbe, 80 x 11 cm, Welle: ca. 35 x 40 cm, Länge variabel, © M. Schwenk, Courtesy Martin Schwenk | Foto: Achim Kukulies

  • Ohne Titel, 2011, PU-Schaum, Acrylfarbe, 181 x 144 x 100 cm, © M. Schwenk, Courtesy Martin Schwenk | Foto: Achim Kukulies

Kunstmuseen Krefeld

Museum Haus Lange

Martin Schwenk - Home Grown

18. März - 19. August 2012

Stiftung der Sparda-Bank West fördert Ausstellung "Home Grown"

Die Kunstmuseen Krefeld zeigten vom 18. März bis 19. August 2012  die Ausstellung „Home Grown" des Düsseldorfer Künstlers Martin Schwenk. Auf beiden Etagen von Museum Haus Lange ließ er künstliche Pflanzen aus den Decken und Wänden der Mies-van-der- Rohe-Villa wachsen. Der gebürtige Bonner schaffte so einen spannungsreichen Kontrast zwischen dem natürlichen Gartenraum und seinem synthetischen Wildwuchs in der Villa an der Wilhelmshofallee. Zeichnungen bereicherten die Präsentation. Mit einer aktuellen Wandmalerei band der Künstler die Architektur von Mies van der Rohe aktiv in sein Ausstellungskonzept ein.

Seit den 1990er-Jahren konzentriert sich der Professor für Bildhauerei an der Kunsthochschule der Johannes Gutenberg Universität Mainz in seiner Arbeit auf die Reflexion von Natur als emotionale Projektionsfläche und als Ausgangspunkt künstlerischer Gestaltung. „Es sind vorwiegend Arbeiten aus den vergangenen fünf Jahren, die hier gezeigt werden", sagte Dr. Martin Hentschel, Leiter der Kunstmuseen Krefeld. Hat Schwenk seine Werke bis in die Mitte der 1990er-Jahre noch durch Vitrinen beschränkt, wuchern seitdem seine bizarren skulpturalen Objekte in den Raum hinein. Auf scheinbar rankende Wurzeln traf der Besucher gleich im Erdgeschoss. Von der Decke verästelte sich das weiße Wurzelwerk. Dabei schweifte der Blick durch das große Fenster in den Garten mit seinen Bäumen und Sträuchern. Die künstliche Kreation des Meisterschülers von Günther Uecker wirken filigran und doch etwas bedrohlich. Was wächst da? Und woher stammt es?

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„Mich interessiert, Materialien so zu benutzen, wie sie sonst nicht benutzt werden", sagt Schwenk. Vor allem die kurze Zeit der Zwischenzustände, bis die Materiealien beispielsweise ausgehärtet sind, findet er spannend. In diesen Augenblicken kreiert er seine Objekte. Er verwendet dafür Stoffe wie Acrylglas, Polyester, Epoxidharz, Schaum, Kunststofffolie oder Gips. „Die Arbeiten entwickeln sich dann von einem Punkt aus in den Raum", so Schwenk. Er habe dabei das Konzept, keines zu haben. „Ich habe eher eine atmosphärische Vorstellung", sagte der Künstler. Von diesem Ausgangspunkt experimentiere und probiere er aus, begleitet vom Zufall oder mal einem „Unfall". Während dieser Schaffensphase arbeitete er stets allein, auch damit er die Größe der Arbeit noch selbst kontrollieren kann. „Ich brauche auch nicht den Bezug zur Natur bei der Arbeit, weil ich sonst mit der realen Natur konkurrieren müsste", betonte Schwenk.

Die Ausstellung von Martin Schwenk wurde durch die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West mit 16.000 Euro gefördert. Es ist die erste Ausstellung in Krefeld, die von der Stiftung unterstützt wurde. „Wir freuen uns sehr darüber, dass wir uns für das hiesige Museum und somit für die Region engagieren können", erklärte Ursula Wißborn, Vorstand der Sparda-Bank Stiftung.

Weitere Informationen rund um die Kunstmuseen Krefeld finden Sie hier.