Stiftung Kunst Kultur und Soziales der Sparda-Bank West

  • Ausstellung (Artifical Intelligence) Digitale Demenz

  • HMKV im Dortmunder U | Foto:(c) Andrea Eichardt

  • Aussenansicht Dortmunder U | Foto:(c) Andrea Eichardt

Hartware MedienKunstVerein (HMKV) im Dortmunder U

(Artifical Intelligence) Digitale Demenz

14. November 2015 - 06. März 2016

Stiftung fördert erstmalig den Hartware MedienKunstVerein (HMKV) im Dortmunder U

Der HMKV (Hartware MedienKunstVerein) hat eine einmalige Position in Deutschland: Als Ausstellungshalle, Forschungslabor, Aktionsplattform hat sich der HMKV der Produktion, Präsentation und Vermittlung von zeitgenössischer bzw. experimenteller (Medien-)Kunst verschrieben. Medienkunst wird dabei als zeitgenössische Kunst verstanden, die sich inhaltlich und konzeptuell mit unserer in starkem Maße medial und technologisch geprägten Gegenwart auseinandersetzt.

Seit seiner Gründung im Jahr 1996 hat der HMKV eine Vielzahl von Ausstellungen, Performances, Vorträgen und Konferenzen sowohl an seinem Standort in Dortmund – seit 2010 im Dortmunder U – als auch bundesweit und international realisiert. Dabei nutzt der HMKV die Mittel der Kunst, um Menschen zur Reflexion über gesellschaftliche, politische, ökonomische oder ökologische Zusammenhänge anzuregen. In einer globalisierten und durch Technologie beschleunigten Welt ermöglicht dieser Ansatz einen neuen Blick auf unsere Gegenwart.

Die Ausstellung (Artificial Intelligence) Digitale Demenz erkundet die Beziehung zwischen zeitgenössischer Kunst und künstlicher Intelligenz. Die Geschichte des Computers und der Wissenschaftler, die ihn möglich machten, wird anhand von Suzanne Treisters umfangreichen Untersuchungen zu Personen wie Alan Turing vorgestellt, wobei es die eine oder andere Überraschung gibt. Eine semiologische Interpretation der technischen Revolution findet sich in den Arbeiten von Erik Bünger, während Julien Prévieux mit sehr reduzierten Mitteln die erste Schach-Niederlage der Menschheit gegen einen Computer darstellt. Doch verfügen heutzutage Maschinen auch über einen eigenen Willen, so wie der „Roboter“, der von dem Künstlerkollektiv !Mediengruppe Bitnik geschaffen wurde und nach dem Zufallsprinzip illegale Waren im Darknet (den versteckten und privaten Netzen des Internet) kauft.

Eine besondere, von Brendan Howell für die Ausstellung entwickelte Website dient als Katalog und Ausstellungsdokumentation, aber auch als Materialquelle über künstliche Intelligenz mit Links, Archiven und (generativen) Verrücktheiten. Die poetische Dimension der Kommunikation mit einem Computer ist schließlich in der ungewöhnlichen Chat- Software zu erkennen, die Chris Marker bereits 1985 entwickelte: Diese versetzt die Besucher in die Lage, sich mit einer Maschine zu unterhalten.

Mit Computern zu kommunizieren, sie eine Wahl treffen zu lassen und zu akzeptieren, dass sie einen Verstand, Ideen, Gedanken und vielleicht sogar eigene Gefühle haben – all das verbindet sich schließlich in der Ausstellung zu einer einfachen Frage: Wo endet die Wissenschaft und wo beginnt die Fiktion?

Weitere Informationen rund um den HMKV finden Sie hier.