Stiftung Kunst Kultur und Soziales der Sparda-Bank West

  • v.l.n.r: Kerstin Plewa-Bodram (Studio-Bühne), Eva-Maria Selg (Jugendamt Essen), OB Thomas Kufen, Ursula Wißborn (Sparda-Stiftung), Stefan Dunkel (Sparda-Bank) u. weitere Mitarbeiter des Jugendamts u. der Studio-Bühne © Stiftung Sparda-Bank West

  • Stadt Essen | Foto: © Peter Herzogenrath

  • Cool bleiben - Fair streiten!

  • Stadt Essen | Foto: © Peter Herzogenrath

  • Plakat zum Projekt

Jugendamt der Stadt Essen

Projekt "Cool streiten - Fair bleiben!"
 

(Spendenempfänger der Sparda-Musiknacht Essen 2016)

Cool bleiben - Fair streiten

Die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West veranstaltet regelmäßig Benefizkonzerte an wechselnden Spielstätten in NRW unter dem Titel „Sparda-Musiknacht“. Bereits zum siebten Mal fand die Sparda-Musiknacht am 12. April 2016 in der Essener Philharmonie statt. In diesem Jahr übergab die Stiftung eine Spende in Höhe von 30.000 Euro für das Projekt „Cool bleiben – Fair streiten“, das vom Jugendamt der Stadt Essen, dem Sozialdienst katholischer Frauen und der Studio-Bühne Essen realisiert wird.

Ziel des Projektes ist das Erlernen und Stärken sozialer Kompetenzen von Kindern im Umgang miteinander, insbesondere in Konfliktsituationen. Besonderer Wert wird auf gewaltfreie Konfliktlösungsstrategien und respektvollem Umgang untereinander und mit Erwachsenen innerhalb und außerhalb von Kindertagesstätten oder der Schule gelegt.

„Du und ich, wir haben manchmal richtig großen Krach, manchmal werd` ich wütend oder fühle mich ganz schwach. Doch dass man sich mal  streitet, ist normal und gar nicht schlimm, denn starke Kinder kriegen das ganz cool mit Fairness hin“ schallt es aus dem Klassenzimmern aller Grundschulen im Bezirk Steele-Kray, Freisenbruch, Leithe, Bergmannsfeld und Hörsterfeld. Voller Inbrunst singen die Schülerinnen und Schüler der zweiten Klassen gemeinsam mit den beiden Theaterpädagogen der Studiobühne Essen.

Entstanden ist dieses Lied im Rahmen von „Cool bleiben - Fair streiten“, einem Projekt von Jugendamt, Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) und der Studiobühne Essen zur Förderung sozialen Verhaltens und der Konfliktkultur. „Wir haben im Unterricht Streitszenen aus Freizeit und Schule vorgespielt, sie mit den Kindern gemeinsam reflektiert und sie Regeln zum Austragen von Konflikten erarbeiten lassen. Die Schüler haben als Streitexperten fungiert" erklärt die Theaterpädagogin das Prozedere, welches in jeder Klasse in einer Doppelstunde ablief.
 
Cool bleiben - Fair streiten in Kitas
Im Gruppenraum der Kita ist es mucksmäuschenstill. Jetzt betreten Frau Blume und Herr Sumsum die improvisierte Bühne. "Wer war denn schon einmal wütend?“, fragen sie und alle Arme schnellen in die Höhe. Dann spielen Sie eine Szene in der Beide miteinander in Streit geraten. In dieser und weiteren Szenen erklären sie den Kindern, wie man fair miteinander umgeht und was sie tun können, wenn sie einen Streit nicht alleine lösen können. Zum Abschluss singen Sie den „Wutbär-Reim“. In ihm lernen die Kleinen, wie sie ihre Wut besser kontrollieren können. „Atme ein und aus, dann wird der Wutbär-eins zwei drei-so klein wie eine Maus“

Regeln wie, “wir tun uns nicht weh, wir beleidigen uns nicht, wir versuchen uns wieder zu vertragen“, haben die Kinder selbst aufgestellt. Diese Normen und Werte werden über die Plattformen Schule und Kindergarten von den Kindern auch in die Familien getragen. Unterstützt wird das Gelernte durch Plakate mit den Streitregeln, die in allen Klassen, Gruppen und an anderen Orten im Stadtteil aufgehängt werden und die den Eltern und Kindern in einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung mit nach Hause gegeben werden.
 

Mehr Informationen zum Projet "Cool bleiben - Fair streiten!" erhalten Sie hier.